Faustdicke Überraschung in Zeulenroda
In der ersten Runde des Thüringer Pokals, am 9.
September 2010, hatten die Kegler des SV 1975 Zeulenroda die Mannschaft des
TSV Eisenberg, welche in der vierthöchsten deutschen Liga, der
Verbandsliga/Thüringen spielt auf der Kegelbahn an der Stadthalle zu Gast.
Dass die Gäste ihre Aufgabe ernst nahmen konnte
man daran erkennen, dass sie nur mit Spielern aus der ersten Mannschaft
antraten. Sogar ein deutscher Vizemeister der Senioren A in der Mannschaft
2010, Ullrich Peter, war mit nach Zeulenroda gereist.
Gespielt wird im Thüringenpokal nach
internationaler Wertung, also über 120 Wurf. Diese werden auf 4 Sätze a 30
Wurf/je 15 Volle und 15 Räumer aufgeteilt. Es wird Paarweise gegeneinander
gespielt, pro Satz gibt es 1 Punkt. Bei Satzgleichheit entscheidet die Zahl
der gefallenen Kegel über den Sieger des Duells. Der bekommt einen
Mannschaftspunkt, welcher in die Gesamtwertung eingeht. Zusätzlich gibt es
noch 2 Mannschaftspunkte für die Mannschaft, die die meisten Gesamtkegel
erzielt.
Als erstes gingen R. Weier für Zeulenroda und U.
Berndt für Eisenberg in die Bahn. Die ersten beiden Sätze konnte sich der
Zeulenrodaer recht deutlich sichern doch dann drehte der Eisenberger auf und
holte sich die anderen beiden Sätze. Die Kegelzahl von 550 zu 543 sprach
aber für Zeulenroda, so das der erste Punkt bei den Hausherren blieb. 1 zu 0
Zeulenroda. Auch der zweite Abschnitt war vom guten Niveau der Starter
geprägt. Es spielten A. Pannek gegen U. Peter ebenfalls 2 zu 2 nach Sätzen,
doch diesmal ging der Punkt äußerst knapp mit 539 zu 543 Kegel buchstäblich
mit der letzten Kugel an Eisenberg. 1 zu 1 Unentschieden. Der dritte
Durchgang war zwar von der Kegelzahl nicht ganz so hoch, aber nicht minder
spannend. Das Spiel wogte förmlich hin und her und endete, wie spannend auch
2 zu 2 nach Sätzen. Doch R. Preßler hatte mit 514 Kegel mehr erzielt als J.
Walter auf Eisenberger Seite mit 496, so ging dieser Punkt wieder nach
Zeulenroda. 2 zu 1 Zeulenroda und 21 Kegel Vorsprung. Im letzten Durchgang
standen sich P. Oettel und P. Eberhardt gegenüber. Der Zeulenrodaer konnte
sich sogar den Luxus einer Niederlage leisten, solang er den Vorsprung von
21 Kegel nicht ganz hergibt. Aber auf diese Rechnerei konnte und wollte er
sich nicht einlassen. Er spielte teilweise Kegelsport von feinsten und
seinen Gegner damit förmlich an die Wand. Mit 4 zu 0 Sätzen und 585! Kegel
zu 541 Kegel spielte er die Bestleistung des Tages und sorgte somit für eine
faustdicke Überraschung in Zeulenroda. Natürlich gab es 1 Punkt zum 3 zu 1
sowie die 2 Mannschaftspunkte für die mehr erzielten Kegel.
Endstand 5 zu 1 bei 2188 zu 2123 Kegel.
Glückwunsch zu dieser wirklich sehr guten
Mannschafts- sowie Einzelleistung.
Gut Holz
Torsten Oettel